Mit dieser Schrift des Privatgelehrten Walther Borgius, die erstmals
1904 erschien, liegt eine Analyse des Anarchismus vor, die zu den
überzeugendsten in der detuschen Anarchismusforschung zählt.
In einer systematischen Studie arbeitet Borgius die Kernelemente
des Anarchismus heraus. Im Mittelpunkt stehen das Verhältnis
von Individuum und Staat, das Verhältnis von Anarchismus und
den Kulturaufgaben wie Recht, Wirtschaft, Ehe und Erziehung sowie
drittens das Phänomen "Staat" als Vergesellschaftungsform.
Borgius argumentiert aus einer ideologiekritischen Position heraus
und bietet mit seiner klaren Sprache einen prägnanten Überblick
über die politische Philosophie des Anarchismus.
In einem Nachwort ordnet Ulrich
Klemm den Autor in den Kontext der deutschen Anarchismusforschung
ein und gibt einen Einblick in das vergessene publizistische Werk
von Walther Borgius.